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Glasfaser Bochum: Keine Standardinstallation

Schon im Jahr 2010 sind die Stadtwerke Bochum in den Aufbau eines Glasfasernetzes gestartet. Bochum gehörte damit zu den ersten Städten in Deutschland, die sich aktiv mit dem Thema auseinandersetzten. Dazu gründeten Sie zusammen mit einem privaten Unternehmen die Glasfaser Bochum GmbH &Co. KG. Das Netz liegt heute komplett in den Händen der Stadtwerke-Tochter Glasfaser Bochum GmbH. Sie ist nicht nur für den weiteren Ausbau, sondern auch für den Betrieb verantwortlich. Beim Management der Technik und der Provisionierung der Kunden setzt die Glasfaser Bochum auf DICLINA von Vivax Solution.

 

Dieser Artikel ist in der stadt+werk Ausgabe 3/4-2020 erschienen

Knapp 2.200 Gebäude sind Stand heute in Bochum über eine 72 Kilometer lange Trasse an das Glasfasernetz angeschlossen. Damit verfügen bereits fast 20.000 Wohneinheiten über schnelles Internet via Glasfaser. Gerade für die Wohnungswirtschaft ist dieser Anschluss inzwischen zu einem wichtigen Argument bei der Vermarktung ihrer Objekte geworden. Sie ist deswegen in Bochum auch einer der großen Treiber für den weiteren Ausbau, der seit 2016 durch die ersten Verträge mit Wohnungsunternehmen und dem Studierendenwerk stark an Fahrt aufgenommen hat. Ursprünglich hatten die Glasfaser Bochum beim Netzausbau mit einem privaten Unternehmen zusammengearbeitet, das sowohl für den Netzbetrieb als auch für die Internet-Produkte verantwortlich zeichnete, die von den Stadtwerken in Form von „White-Label“-Angeboten vermarktet wurden. Anfang 2019 fiel dann der Beschluss, den Betrieb in die eigenen Hände zu übernehmen: Damit einhergehend erfolgte die Projektierung eines eigenen Betriebskonzeptes. Im Zuge dessen wurde auch das im Einsatz befindliche Management-System infrage gestellt und nach einer neuen Lösung gesucht. Die Entscheidung fiel Mitte 2019 dann zugunsten DICLINA von Vivax Solution. „Der Grund war nicht nur, dass das System die Anforderungen funktional am besten abbildete. Uns war auch wichtig, dass der Partner tiefgreifende Breitbandkompetenz mitbrachte, denn wir haben durchaus hohe Anforderungen, die kein System so einfach im Standard abbildet“, so Jochen Bodamer, der verantwortliche Projektleiter bei der Glasfaser-Bochum GmbH & Co. KG.

Betrieb an Tochter ausgelagert

Eine der Herausforderungen war die besondere Konstellation in Bochum: Im Unterschied zu anderen Städten wurden Vermarktung und Betrieb nicht komplett in einem eigenen Unternehmen angesiedelt, sondern lediglich der Betrieb des Netzes in die Tochter ausgelagert. Das bedeutet, dass die Glasfaserkunden ihre Verträge direkt mit dem Stadtwerk abschließen und erst danach über die Glasfaser Bochum technisch provisioniert, also mit Technik ausgestattet und für die entsprechenden Breitbandprodukte freigeschaltet werden... Mehr lesen...